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Schulterluxation, traumatisch

Schulterluxation, traumatisch / Auskugeln
- häufig vordere Luxation (vordere Instabilität)

1. Risikosportarten:

Kampfsport, Alpin, Handball, Turnen, Snowboard

2. Anatomie:

Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk (relativ kleine Pfanne mit großem Oberarmkopf). Es ist ein muskelgeführtes Gelenk

3. Funktion:

Große Beweglichkeit dreidimensional in alle Richtungen kombiniert Beugung/Streckung, Abspreizen, Innen-/Außenrotation, Kreisbewegung

4. Verletzungsmechanismus:

kein direkter Verletzungsmechanismus !
- Sturz auf die Hand oder Ellenbogen bei abgespreiztem Arm
- Sturz auf die Schulter
- abrupte Armbewegung (gegen unerwarteten Widerstand)
- Hängen bleiben des Armes bei Wurfbewegung (Hineingreifen)
- kraftvolles Werfen (nur bei Vorschaden relevant)

5. Symptome:

- aktive Bewegungen nicht möglich
- passive Bewegungen sehr schmerzhaft
- asymmetrische Schulterkontur im Vergleich zur Gegenseite (Fehlstellung)
- leere Gelenkpfanne

Achtung:
mögliche Begleitverletzungen:
- Nervenschädigung
- Gefäßschädigung
- Einrisse der Sehnenansätze
- Knöcherne - und knorpelige Verletzung

6. Erstmaßnahmen:

- Ruhigstellung
- sofort ins Krankenhaus/ Arzt zum Reponieren ( = Einrenken)
- wenn keine selbständige Reposition möglich ist, sofort ins Krankenhaus/ zum Arzt zur Reposition

7. Diagnostik:

- klinische Untersuchung durch den Arzt
- Röntgen

8. Therapie:

a) Konservative Therapie
- Antiphlogistika (entzündungshemmend, abschwellend)
- Physiotherapie
- Bandage nur am Anfang

b) Operative Therapie:
- heute wird bereits nach der 1. Luxation eine operative (arthroskopische) Behandlung (Stabilisation) empfohlen.

9. Physiotherapie / Rehabilitation:

- Elektrotherapie
- Lymphdrainage
- Krankengymnastik (Mobilisation und Stabilisation nach Ende der Ruhigstellung)
- Kryotherapie

10. Prävention:

- Kräftigung der Schultergürtelmuskulatur, besonders in den vorderen Bereich ( Innenrotatoren ) ; günstig: geschlossene Kette ( Stütztraining)

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